Donnerstag, 30. September 2010

Die andere Seite

"Perception is Reality"

Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie unterschiedlich ein und das selbe Fußballspiel gesehen werden kann, abhängig davon, auf welcher Seite man steht.

Über das letzte Auswärtsspiel hatte ich am Samstag bereits kurz berichtet. Zwischenzeitlich habe ich einen Spielbericht aus Sicht eines Berichterstatters der Heimmannschaft gelesen und stelle fest, dass die Seite des Spielfeldes, auf der der Reporter steht, eine entscheidende Rolle bei der Betrachtung und Bewertung der Ereignisse zu spielen scheint.

Denn da, wo man auf Gastgeberseite ein "brutales Foul" der Gäste gesehen haben will, konnte ich - auf Ballhöhe stehend - nur einen ganz normalen Zweikampf um den Ball erkennen, bei dem sich der Verteidiger leider verletzte. (Wie schwer diese Verletzung, die zur Auswechslung führte, nun tatsächlich war, ist im anderen Bericht nicht erwähnt).
In dieser Situation ein vorsätzliches Foul zu unterstellen, ist - von meiner Seite aus betrachtet - einfach lächerlich.

Allerdings habe ich tatsächlich wenige Minuten vorher ein brutales und vorsätzliches Foul am Taufkirchener Stürmer gesehen, das der Heimreporter in seinem Bericht offensichtlich "vergessen" hat, das aber sofort vom jungen Schiedsrichter mit einer Fünfminutenstrafe gegen den Verteidiger geahndet wurde. Im Profibereich hätte es sicher glatt Rot und mindestens drei Wochen Sperre gegeben, wenn der letzte Mann überspurtet wird und der dann mit beiden Füßen voraus abspringt und den enteilten Stürmer von hinten abgrätscht. (Und das war von meiner Seite klar und deutlich zu sehen, denn ich stand keine fünf Meter daneben).
Unser Stürmer kann von großem Glück sprechen, dass er dabei nicht ernsthaft am Sprunggelenk verletzt wurde. Ich habe übrigens nicht bemerkt, dass sich der übermotivierte "Kamikaze-Verteidiger" vor seinem Abgang beim Gefoulten entschuldigt hätte.

Und dies war nur eine der vielen Grätschen, die die Gäste und insbesondere ihr "Mittelstürmer" an diesem Tag erdulden mussten, wobei schlechte Erinnerungen an zwei Hallenpartien im vergangenen Winter gegen eine andere Mannschaft wach wurden, deren damaliger Betreuer starke Ähnlichkeit mit einem der Betreuer der Heimmannschaft aufwies und bei der ebenfalls übermäßig aggressive Abwehrspieler nach bösen Grätschen vom Platz gestellt wurden.

Während die Taufkirchener Spieler, Betreuer und Fans diese Situation ruhig und ohne böse Kommentare ertragen haben, sahen sich hingegen einige heimische Zuschauer und auch Betreuer nach der Verletzung ihres Spielers zu verbalen Attacken gegen Taufkirchener Spieler und die Gästefans sowie den Taufkirchener Betreuer auf der Kabinenseite veranlasst, die dieser aber zum Glück nicht erwiderte.

Und warum man einer überambitionierten Mannschaft, die einen überaus glücklichen Heimsieg am zweiten Spieltag wie den Gewinn der Deutschen Meisterschaft und mit Spottgesängen auf den Gegner feiert, auch noch gratulieren soll, will sich mir nicht recht erschließen.

Festzustellen ist hingegen, dass alle Taufkirchener Beteiligten die vielfältigen Provokationen ignoriert und in Ruhe und Gelassenheit das Spielfeld verlassen haben.



In Wikipedia findet sich übrigens folgender Artikel zum Thema "Wahrheit" (http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit), aus dem ich folgendes zitieren möchte:
„Sie [die Wahrheit] wird definiert als Eigenschaft der Aussagen, mit dem widergespiegelten Sachverhalt übereinzustimmen.[12]


P.S. Wenn es die Kategorie "Schlechter Gewinner" noch nicht gäbe, dann müsste man sie erfinden.


Disclaimer

Dieser Beitrag stellt die Meinung einer einzelnen Person dar. Der Autor ist ein Vater eines Taufkirchener Spielers. Diese Web-Seite ist eine private Seite und keine offizielle Seite des SV-DJK Taufkirchen.

Samstag, 25. September 2010

Fehlstart

Vermeidbare Niederlage in Vaterstetten

Heute bewahrheitete sich leider wieder einmal eine uralte Fußballweisheit: wer vorne nicht trifft, wird hinten bestraft.

Die Stürmer der "Socca Juniors" konnten gleich eine Handvoll hochkarätiger Chancen nicht nutzen, darunter zwei eigentlich todsichere. Und so kam es, wie es dann immer kommt. Fünf Minuten vor Abpfiff des Spiels kullerte der Ball zum unverdienten 1:0 Endstand für den Gastgeber ins Taufkirchener Netz.


Fazit

In einer zerfahrenen Partie auf bestenfalls unterem Kreisklassenniveau verschenken die Juniors drei Punkte.


P.S. Das Verhalten einiger Zuschauer und des bereits aus seiner Heimstettener Zeit bekannten Betreuers lassen wir hier besser unkommentiert.



Samstag, 18. September 2010

Deutliche Heimsiege

Torflut zum Auftakt

Durch den Rückzug der Schwarz-Weißen aus München konnten die "Socca Juniors" leider nicht zum Torreigen - 31:2 Tore - am ersten Spieltag der Kreisklasse Ost beitragen.

Zwar sollte man nach nur einem Spieltag, noch dazu nach einer langen Sommerpause, mit Prognosen vorsichtig sein, aber es zeichnet sich bereits wie im Vorjahr eine Zweiklassengesellschaft in dieser Spielgruppe ab. Allerdings gab es in der Vorsaison keine derartige Häufung von so deutlichen Ergebnissen, was dafür sprechen könnte, dass das eine oder andere Team in der Kreisklasse überfordert sein könnte.



Mittwoch, 15. September 2010

Zurückgezogen

Schwarz-Weiß sieht schwarz

Der erste Absteiger aus der Kreisklasse 1 München Ost steht schon vor dem ersten Spieltag fest, denn Schwarz-Weiß München hat seine D1-Mannschaft zurückgezogen.

Gut möglich, dass man sich beim vierten Vorjahresabsteiger TSV Poing nun fragt, ob die Schwarz-Weißen das nicht schon am Ende der vorhergehenden Spielzeit hätten wissen können.

Der Saisonauftakt verschiebt sich somit für die "Socca Juniors" um eine Woche.

Freitag, 10. September 2010

Außer Konkurrenz im Niemandsland

Nicht aufstiegsberechtigt und "unabsteigbar"?

Wenn der "aK" Eintrag in der offiziellen Tabelle der Kreisklasse 1 München Ost zutrifft, dann tritt die D3 der SpVgg Unterhaching in der Saison 2010/2011 außer Konkurrenz an.
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Nachtrag vom 17.09.2010
Am Mittwoch (siehe Tabelle im Beitrag "Zurückgezogen" oben) war der Tabelleneintrag für die SpVgg Unterhaching noch mit aK gekennzeichnet. Zwischenzeitlich ist er verschwunden. Die D3 der Hachinger spielt also wohl doch in Konkurrenz und kann somit auch Einfluss auf die Meisterschaft nehmen und - zumindest theoretisch - sogar absteigen. Sie ist aber, wie nachfolgend beschrieben, selbst nicht aufstiegsberechtigt.
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Dass die Unterhachinger D3 so wie schon in der Vorsaison nicht aufstiegsberechtigt ("n.a.") ist, ergibt sich aus der Tatsache, dass die 1. und 2. D-Junioren-Mannschaften der Hachinger bereits in der höchsten (Bezirksoberliga) und zweithöchsten Klasse (Kreisliga) spielen und die Jugendordnung des BFV (§12.6) nicht zulässt, dass zwei Mannschaften des selben Vereins in der gleichen höheren Klasse spielen können.

Die Festlegung, außer Konkurrenz am Spielbetrieb einer höheren als der Normalklasse teilzunehmen (so wie schon die D4 im letzten Jahr in der Ost 04 Gruppe), verwundert hingegen.

Zwar ist es durchaus begrüßenswert, dass dadurch eine selbst nicht aufstiegberechtigte Mannschaft tatsächlich keinerlei Einfluss mehr auf den Aufstiegskampf hat, in dem sie z.B. gegen den einen Titelanwärter zweimal siegt, aber gegen einen anderen zweimal verliert und dem Gewinner somit einen Sechspunktevorteil verschafft.

Und für alle Gegner degenerieren die Spiele gegen die D3 der SpVgg damit zu experimentellen Testspielen als Privatspiel (§6.2) und die Hachinger dürfen beliebig Spieler auch aus höheren Mannschaften einsetzen, ohne den sonst üblichen Einschränkungen bei Verbandspielen zu unterliegen (§19.1.a).

Aber dem Abstiegskampf ist die dritte D-Mannschaft der ewigen dritten Kraft des Münchener Fußballs wohl durch diese Regelung nun auch nicht mehr unterworfen. Wahrscheinlich ist eine Hachinger D3 aber in jedem Fall stark genug die Kreisklasse zu halten und dieser Einwand rein theoretischer Natur, zumal in diesem Jahr "nur" noch vier und nicht mehr sechs D-Junioren-Teams des Drittligavereins für den Spielbetrieb gemeldet sind.

(Und dass die zweiten Junioren-Teams von Lizenzmannschaften dank "cleverer" Ausnutzung des BFV-Regelwerks sowieso nicht absteigen, hat gerade erst der SC Fürstenfeldbruck thematisiert, was von der Süddeutschen Zeitung u.a. am 08.09.2010 in ihrem Artikel "Zweite Mannschaften steigen nie ab" aufgegriffen wurde).